La Palma - die grünste und vielfältigste Insel der Kanaren

La Palma gehört zwar zu den kanarischen Inseln, trotzdem unterscheidet sich die Landschaft und Vegetation zum Teil deutlich von Lanzarote oder Fuerteventura. Hier prägen üppige Wälder, Kiefern, Drachenbäume, meterhohe Farne, Urwaldriesen und Lorbeerwälder das Bild. Wüsste man nicht, dass man gerade Urlaub auf einer Atlantikinsel macht, könnte man glauben, man befindet sich in einem subtropischen Dschungel. Wie alle anderen Inseln der Kanaren ist der Boden auch auf La Palma vulkanischen Ursprungs. Im Inselinneren befinden sich bewaldete Berge von bis zu 2400 Meter Höhe. 80.000 Menschen leben auf der nordwestlichsten der kanarischen Inseln, die Inselhauptstadt ist Santa Cruz de la Palma.

Vor allem Wanderfreunde werden im grünen Paradies von La Palma auf ihre Kosten kommen. Die schönsten Wandertouren befinden sich in und um den Nationalpark La Caldera de Taburiente. Dabei handelt es sich um einen alten Vulkankrater mit acht Kilometern Durchmesser. Wer den anstrengenden Weg am Kraterrand entlang hinauf bis zum Roque de Los Muchachos, mit 2426 Metern der höchste Punkt der Insel, auf sich nimmt, wird mit einem wunderschönen Panoramablick über die Insel belohnt. Oben am Kraterrand befindet sich die internationale Sternwarte, die seit 2007 das größte Spiegelteleskop der Welt beheimatet, der Blick in den sagenhaften Sternenhimmel ist eigentlich für jeden Besucher ein absolutes Muss.

Ein einmaliges Erlebnis dürfte auch die Übernachtung auf dem Campingplatz des Nationalparks inmitten unberührter Natur sein. Bereits die Wanderung dorthin erfordert höchste Konzentration und Schwindelfreiheit um beispielsweise beim Überqueren des Flusses Taburiente nicht unfreiwillig im kalten Gebirgswasser zu landen. Und der Rückweg führt normalerweise durch die "Schlucht der Todesängste" entlang eines Flussbettes mit dicken Felsen. Der Weg ähnelt eher einer Kletterroute als einem Wanderpfad, ist aber dennoch lohnend. Allein der Ausblick zum Kraterrand entschädigt für viele Strapazen. Noch mehr lohnt sich ein Abstecher zum "Wasserfall der vielen Farben". Der Name rührt vom hohen Mineralgehalt im Wasser, welches dank vieler Mineralien und eines hohen Eisengehaltes die schönsten Farbtöne hervorzaubert.

Im Süden der Insel erkundet man die Landschaft am besten auf der Ruta de los Volcanes, der Vulkanroute. Diese führt vom Zeltplatz Refugio El Pinar über den Kamm der Cumbre Veja bis nach Fucaliente. Der Weg verläuft in einer Höhe von bis zu 1450 Metern zum Teil durch eine der aktivsten Vulkanregionen der Welt. Vom Kraterkamm der Cumbre Veja kann man bei gutem Wetter die des Vulkans Teide sehen, dem höchsten Punkt der Nachbarinsel Teneriffa. Im äußersten Süden der Insel, am Ende der Vulkanwanderroute befindet sich ein kleiner Leuchtturm.

La Palma ist sicherlich kein Paradies für reine Strandurlauber. Es gibt jedoch neben den wenigen schwarzen Stränden an der zerklüfteten Steilküste auch einige gute Badeplauml;tze. Besonders beliebt sind beispielsweise die Strände von Puerto Naos und Tazacorte im Westen sowie der Strand von Los Cancajos im Osten der kleinen Insel.

Auf Grund der milden Temperaturen bieten sich die Kanaren eigentlich ganzjährig als Reiseziel an. Die beste Reisezeit für Wanderurlauber ist im Frühjahr oder in den Herbstmonaten. Die Landessprache auf La Palma ist Spanisch und bezahlt wird hier genau wie in Fuerteventura oder Gran Canaria mit dem Euro. Die Urlaubszentren der Insel befinden sich in Los Cancajos an der Ostküste sowie bei Puerto de Naos und Puerto de Tazacorte im Westen der Insel. Daneben gibt es viele kleine Pensionen, Landhäuser und kleine Hotels, die sich über die gesamte Insel verteilen.

Auf die Insel La Palma gelangt man entweder ganz bequem per Direktflug von verschiedenen deutschen Flughäfen z.B. mit Tuifly oder AirBerlin. Oder man wählt die Variante mit Umsteigen in Madrid, Teneriffa oder Gran Canaria und fliegt dann das letzte Stück bis nach La Palma mit den spanischen Fluglinien Iberia bzw. Spanair.




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La Palma - Ohne Zeitdruck auf Entdeckungsreise gehen